Focus Stacking Station – Macro Rig

Fokus Stacking Station back

Das Macro Rig im Eigenbau

Um Vibrationen zu vermeiden, erfordert das Focus Stacking eine stabile Basis. Entschieden habe ich mich, bei meinem Macro Rig, für Alu Systemprofile. Die Anlage ist mit einem 40x40mm mit 10er Nut und Bosch Raster gebaut. Der Shop schneidet die Profile nach Angaben Millimeter genau zu. Abgerechnet wird in 100mm (10cm) Stücke, was bei kleineren Längen gut ist. Zudem gibt es viel Montagezubehör.

Der Vorteil der 10er B-Nut ist, dass der Fuß meines Gelenkarm für die Blitze genau in die Nut passt. Zudem können die Arme im Profil beliebig verschoben werden. Eine Blitzschuh Klemme ist leider nicht im Lieferumfang der Arme und muss, wenn nicht vorhanden, extra zugekauft werden. Ich habe die Walimex Blitzschuhe im Einsatz.

Fokus Stacking Station front
Focusstacking Magicarm
Focusstacking systemblitz
Fokus Stacking Station StackShot Controller

Arca Schienen lassen sich ebenfalls problemlos auf den Profilen befestigen. Persönlich finde ich es überflüssig in diesem Fall auf teure Marken Schienen zurück zu greifen. Meine habe ich aus Hong Kong zu 8€ das Stück. Bestellt man mehrere kommen noch Zoll, MwSt, und Gebühren hinzu. Eine Übersicht findet man auf der Zoll Webseite. Oder man bestellt bei einem Importeur. Die Schiene sollte 200mm lang sein. Um einen Makroschlitten zu befestigen, finde ich die Doppelklemmen praktisch.

Focusstacking arca swiss doppelklemme
Focusstacking stack shot

Montage Zubehör

Zur Montage braucht man im wesentlichen die Winkel. Damit es ansehnlich aussieht habe ich noch die Abdeckkappen für die Profilenden mitbestellt. Für die schnelle Montage ohne Werkzeug haben sich die Klemmhebel bewährt.

zehner schraubenschluessel
spannhebel acht millimeter
Focusstacking klemmhebel

Energie

Da ich mit 2-4 Blitze arbeite und die Stacks teilweise über 200 Bilder haben, ist der Akkuverbrauch entsprechend. Auf Dauer wird man nicht mit einem Ladegerät auskommen. Mit den Technoline BC 700 bin ich sehr zufrieden. Leider wurden sie im Netz sehr gehypt. Für mein erstes habe ich vor ein paar Jahren noch etwa 10€ bezahlt.

ladegeraet bc 700

Es werde Licht

Als Blitz eignet sich eigentlich jeder Systemblitz. Die Leistung muss nicht besonders hoch sein, ich verwende fast nur 1/64 Blitzleistung. Er muß weder TTL noch sonstigen Schnickschnack haben. Die manuellen Yongnuo sind ideal. Fürs Stacken habe ich 4 Yongnuo Speedlite YN 560 Mark III im Einsatz. Es reichen aber auch gebrauchte 560 Mark ll.

Beim Stacken verzichte ich auf Funkauslöser und löse ein Blitz mit Kabel über PC-Sync aus. Der dann die restlichen Blitze per Slave auslöst.

blitz yn560lll

Zwei Beispiele

Eine Springspinne gestackt aus 150 Bildern und eine Stubenfliege gestackt aus 90 Bildern .

Die Maße der Anlage sind 100x50cm. Das kann man auch kleiner Bauen. Da ich die Anlage auch für meine Tropfenwanne verwende, habe ich mich für die Größe entschieden. Handwerklich sollte man mäßig begabt sein um es nach zu bauen. Es wird nur noch zusammengeschraubt.

Ich wünsche viel Spass beim Werkeln...

Thomas

Mein Name ist Thomas – Fotografie war, neben Surfen, in meinem Leben schon immer Bestandteil. Häufig verbinde ich die Fotografie mit dem Surfsport.

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5 Kommentare

  1. Paul am 6. November 2016 um 1:30

    Hallo Thomas
    Cooles Gestell!
    Frage:
    Was sind das Standfüsse und wie sind diese befestigt? Sehen aus wie kleine Silentblöcke…
    Was ist das für eine Halterung die den StackShot hält?
    Grüessli
    Paul

    • Thomas am 6. November 2016 um 12:57

      Hallo Paul,

      die Standfüße sind Anschlaggummis wie sie bei Baumaschinen eingesetzt werden. Sie haben unten ein 8mm Innengewinde.
      Nennt sich „Gummimetallpuffer Typ E“. Befestigt sind sie durch die „Hammerkopfschraube Nut 10 M 8 x 25“ die bei den
      System Profilen als Befestigungszubehör mitbestellt werden kann.

      Welche Halterung meinst Du? Für den Stackshot selbst? Das ist eine normale Arca Doppelklemme, habe ich im Beitrag verlinkt.
      Oder für den Controller? Das ist eine Universal Handy/Tablet Halterung. Frag mich aber nicht genau welche, lag hier noch rum.

      MfG Thomas

      • Paul am 6. November 2016 um 16:48

        Sali Thomas
        Danke für die Antwort.
        Ja, es bezog sich auf den Controller. Ok, dann kann ich bald mit meiner „Focus Stacking Station“ beginnen.
        Die meisten Produkte habe ich bereits bestellt. Aber geht ganz schön ins Portemonnaie…
        Beim Makrobalgengerät habe ich mich für den Novoflex Balpro T/S entschieden, da ich diesen auch für andere Projekte einsetzen werde.
        Den Adapter für das Mikroobjektiv, RMS zu M42 (Kegel) und M42 auf Nikon F, war auch etwas mühsam zu besorgen:-) teils aus China.
        Das NIKON M Plan, 20/0.4 LWD, 210/0 borgt mir mein Dozent aus.
        Alles andere hast du bereits super verlinkt.
        Weitere Fragen werden kommen, wenn ich den Controller in Betrieb nehme. Jetzt fällt mir ein, lässt sich der Controller so steuern, dass ich ihm zwischen den Auslösungen eine Zeit vorgeben kann? Gewünscht ist, dass er im 5 Sekundentakt fotografiert. Das Gerüst wird sich bestimmt im µ-Bereich bewegen und diese Schwingungen sollen sich in dieser Zeit beruhigen können. Zwecks Schärfe. Oder übertreibe ich da?
        Grüessli
        Paul

        • Thomas am 6. November 2016 um 19:34

          Hallo Paul,

          mit dem Novoflex Balgen bist du gut aufgestellt, gerade wenn die Tilt-/Shift Funktion für dich wichtig ist. Mein RMS Adapter kam damals aus Russland. Man kann aber auch, wenn es kein Kegel sein muss, bei Thorlabs nach RMSA8 suchen. Vorteil ist. dass man ihn notfalls auch auf ein herkömmliches 200mm Objektiv was als Sammellinse dienen soll, schrauben kann.

          Das Nikon M-Plan deines Dozenten hat eine 20fache Vergrößerung. Damit steigst Du schon recht weit oben ein. Von Insekten können nur Ausschnitte/Details abgebildet werden. Wenn eigene gekauft werden sollen, würde ich mit 5x bis 10x anfangen. Eine gute Adresse für Gebrauchte ist mikroskop-online.de. Mit dem Balgen bist Du super flexibel und kannst zum Beispiel auch die riesige Palette der Vergrößerungs-Objektive verwenden.

          Der StackShot Controller lässt dir alle Freiheiten. Das kann man alles entsprechend Programmieren. Ich mache es folgendermaßen:
          Kamera ist im manuellen Modus, Spiegelvorauslösung aktiviert (2sec), Belichtungszeit 1sec. Blitze (2-4 Stück) mit 1/128 oder 1/64 Blitzleistung.
          Zwischen den einzelnen Schritten kann der Trigger für den Auslöser der Kamera belibig eingestellt werden. Wenn meine Kamera jetzt ausgelöst wird, klappt erst der Spiegel hoch, dann 2sec Pause, jetzt öffnet der Verschluss (1sec Belichtungzeit) und hier blitze ich auf den 2. Verschlussvorhang. Dabei muss das Zimmer absolut abgedunkelt sein. Vorteil, die Blitze schaffen mit 1/128 Blitzleistung Abbrennzeiten von bis zu 1/50.000sec. Weiterer Vorteil, am Ende der Belichtung spielen die Vibrationen des Verschlusses keine Rolle mehr. Der Controller hat einen Präzisions Modus und da sind dann tatsächlich 1 Mikrometer Schritte möglich. Da übertreibst Du absolut nicht.

          Vielleicht zeigst Du hier ja was?
          Gutes Gelingen, Thomas

          • Paul am 7. November 2016 um 1:05

            Sali Thomas

            Vielen Dank für die wertvollen Infos!

            In der Tat, eine 20fache Vergrösserung ist nicht ohne. Vielleicht schaffe ich es, den Insektenkopf in 4 Sektoren aufzuteilen (Bildausschnitt) und zu fotografieren. Im nachhinein sollte Photoshop es möglich sein, die Bilder wie ein Panorama zu bearbeiten… Oder auch nicht:-)

            Deine manuelle Bedingung finde ich super beschrieben, auch danke dafür. Blitzen auf den 2ten Verschlussvorhang ist Standard bei mir. Habe vor kurzem Langzeitbelichtungen von vorbeifahrenden Autos gemacht und im Tunnel mit Stahlwolle gespielt:-)

            https://www.dropbox.com/sh/lvfvhgn3koyzuhf/AACiDdN8cfTN2IODlcWS37Via?dl=0

            Wenn alle Komponenten gekommen sind, melde ich mich wieder.

            Jedenfalls werden Bilder folgen.

            Grüessli
            Paul



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